Auf Empfehlung von Freunden, dass wir unbedingt nach Saalbach zum Skifahren gehen sollten und dass der beste Platz für den Aufenthalt die Pension Enzian sei, haben wir dort eine Woche im Januar gebucht. Ein besonderer Höhepunkt der Woche war das Angebot mit Sarah und Kevin, den Gastgebern der Pension Enzian, Skifahren zu gehen. Mein Mann mag das Skifahren in einer Gruppe und seit wir angekommen sind hörte er nicht auf zu fragen, wann denn der Skitag wäre. Ich muss zugeben, dass ich nicht die beste Skifahrerin bin und hatte daher so meine Bedenken in einer Gruppe mit Fremden zu fahren.

Am Abend vor dem Skitag kam Sarah zu uns um zu fragen, ob wir Interesse hätten mitzukommen. Ich äußerte meine Bedenken und gab eine Vielzahl von Ausreden an, warum ich nicht teilnehmen wollte. Ich bin zu langsam, ich bin nicht fit genug, ich fühl mich unsicher, ich möchte die Gruppe nicht aufhalten. Aber Sarah war großartig in der Lage, mir meine Bedenken zu nehmen. Sie erklärte warum es eine großartige Erfahrung sein würde und dass es weder ein Rennen sein wird noch gäbe es besondere Erwartung an irgendwen. Trotz meiner Bedenken und weil mein Mann sich so sehr auf den Tag freute, beschloss ich die Chance ebenfalls zu nutzen.

Als wir am nächsten Morgen den Schattberglift erreichten, kam Sarah zu mir und erklärte mir wo wir Skifahren werden, um meine Nerven zu beruhigen. Der Rest der Gruppe, welche ich alle schon in der Pension gesehen hatte, stellte sich gegenseitig vor. Es war eine echte Mischung aus Alter und Skierfahrung.
Es war ein knackig kalter aber schöner  Wintertag und ich freute mich darauf mit jemanden Skifahren zu gehen, der dieses große Skigebiet gut kennt. Heute wird es keine Diskussionen über den Pistenplan und die Route geben. Als wir starteten und alle Sarah folgten, stellte ich sofort fest, dass ich nicht die einzige ängstliche Skifahrerin war. Dies hat mich um eine weitere Stufe deutlich entspannt. Sarah hatte ein Auge auf uns alle und stellte sicher, dass alle wissen wo’s lang geht und niemand verloren geht. Am späten Vormittag kehrten wir, für eine schnelle heiße Schokolade, in der Ellmaualm ein und genossen den wundervollen Ausblick von der Terrasse. Es war nett sich mit den anderen Gästen über das Skifahren auszutauschen. Einige waren Stammgäste aber selbst diejenigen, welche das Skigebiet kannten genossen den entspannten Skitag in Sarahs Gesellschaft.

Anschließend machten wir einige Kilometer auf den Hinterglemmer Skipisten und hatten dann ein wohlverdientes, spätes Mittagessen auf der herrlichen, rustikalen Roßwaldhütte. Sarah organisierte Tische für uns und gab Empfehlungen für köstliche, traditionelle Gerichte. Ich wählte ein herzhaftes, selbstgemachtes Gulasch. Den Nachmittag verbrachten wir damit über die Hänge von Saalbach Hinterglemm zu gleiten. Meine anfänglichen Bedenken waren nur mehr eine ferne Erinnerung. Als letzte Abfahrt des Tages fuhren wir in der Dämmerung den Bernkogel hinunter. Unvergesslich. Wie Sarah es den ganzen Tag getan hatte, wählte sie die besten Abschnitte der Piste. Keine anderen Skifahrer und keine Buckel. Das sind die Vorteile, mit einer Einheimischen Ski zu fahren. Wir waren frohgemut, wieder in Saalbach zu sein und beschlossen auf ein oder zwei Glühwein zu Burgi’s zu gehen, wo wir die Abenteuer des Tages besprachen und feststellten, dass dieser Skitag als der beste unseres Lebens in Erinnerung bleiben würde.

Einen Skitag mit Sarah kann ich nicht oft genug empfehlen. Er brachte mir Sicherheit und Selbstvertrauen für den Rest der Woche. Dies hat meinen Mann besonders gefreut. Zusammen mit neuen Freundschaften, werde ich diese Erinnerungen mit nach Hause nehmen.

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